Neue Familienpaten gesucht !

Super Sonntag 17.09.2017

Kinderschutzbund freut sich über Ehrenamtler, die sich für andere einsetzen wollen.

Würselen. Der Deutsche Kinderschutzbund Alsdorf-Herzogenrath-Würselen e.V. sucht neue Familienpaten, die sich ehrenamtlich für andere Familien einsetzen möchten. Wer gerne die verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen möchte, eine Familie ein oder zwei Mal die Woche zu unterstützen, ist herzlich willkommen! Die Paten spielen zum Beispiel mit dem Kind, damit Mutter oder Vater etwas anderes erledigen können. Gerade Alleinerziehende brauchen einmal Luft zum Durchatmen im durchorganisierten Alltag ohne Pause. Auch Familien mit chronischen Krankheiten freuen sich über eine kleine Auszeit bzw. die Beschäftigung mit einem Kind. Aktuell wird für einen solchen Fall ein Pate oder eine Patin gesucht. Ein regelmäßiger Austausch und Qualifizierungsangebote gehören mit zur Begleitung der ehrenamtlichen Helfer. Inhalte sind unter anderem die besondere Situation von Alleinerziehende, ein Kurs in Erster Hilfe am Kind oder interkulturelle Kommunikation. Interessierte melden sich unter 02405/94488 oder per mail dksb.wuerselen@t-online.de www.kinderschuetzer.info

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Nach 30 Jahren ist Schluss mit den Ambulaten Hilfen

Der Ortsverband Alsdorf-Herzogenrath-Würselen des Deutschen Kinderschutzbundes musste seinen Dienst „Ambulante Hilfen“ einstellen

Von Sascha Schiffer, Supersonntag 03.09.2017

Vor Ort sein wo es Probleme gibt und hilfsbedürftige Familien in ihrem Alltag unterstützen. Die Ambulanten Hilfen sind eine der wesentlichen Aufgaben des Deutschen Kinderschutzbund Ortsverbands Alsdorf-Herzogenrath-Würselen gewesen, zumindest für die letzten 30 Jahre. Denn einer solchen Arbeit kann nur nachgegangen werden, wenn die entsprechenden Geldmittel zur Verfügung stehen und dies ist nach drei Jahrzehnten nun nicht mehr der Fall. „Daher mussten wir leider die Entscheidung fällen und unser Angebot der Ambulanten Hilfen vor einem Monat einstellen“, sagt Jürgen Schulz-Wachler, 1. Vorsitzender vom Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Alsdorf-Herzogenrath-Würselen.

 

SCHULD DARAN SEIEN LAUT SCHULZ-WACHLER VOR ALLEM EINBUßEN IN DREI VERSCHIEDENEN BEREICHEN: „ZUM EINEN WIRD DAS SPENDENAUFKOMMEN IN DEN LETZTEN JAHREN IMMER WENIGER.

Es gibt mittlerweile so viele unterschiedliche Spendenaktionen von Vereinen und Organisationen, so dass manche auf der Strecke bleiben, darunter wir.“ Zum anderen generiere man weniger Einnahmen aus richterlich angeordneten Bußgeldern, die Straftäter an gemeinnützige Organisationen spenden sollen. „Der Staat sackt nämlich immer mehr Gelder selber ein“, sagt der Vorsitzende. Das gleiche Problem, das man mit dem Staat habe, habe man aber leider auch mit der Stadt: „Von der Stadt Würselen bekommen wir leider auch immer weniger Hilfen. Das liegt daran, dass die Stadt zwei neue Mitarbeiter im Jugendamt eingestellt hat, die sich nun um einen ähnlichen Bereich wie unsere Ambulanten Hilfen kümmern“, erklärt Schulz-Wachler. Die Stadt mache diese Arbeit lieber in Eigenregie, da sie damit Gelder einspare, so Schulz-Wachler. „Wir arbeiten immerhin mit hoch qualifiziertem Personal. In der Hochzeit hatten wir fünf Pädagogen, zum Schluss waren es nur noch drei“, sagt der Vorsitzende. Nach der Schließung der Ambulanten Hilfen musste man von diesen drei Pädagogen zwei entlassen. Eine Fachkraft konnte glücklicherweise noch in einem anderen Bereich untergebracht werden, berichtet Schulz-Wachler über die Konsequenzen der Schließung.

Dank an Unterstützer

„Trotzdem wollen wir uns vor allem bei den Bürgern für ihre Unterstützung in den letzten Jahren bedanken“, betont Schulz-Wachler, der als Beispiel die Spendenaktion beim Örtlichen Edeka Bellefroid hervorhebt: „Dort hängt eine Spendendose neben den Pfandautomaten, wo die Leute ihre Pfandbons als Spende für den Kinderschutzbund reinwerfen können.“ Leider war dies nicht genug, um den Dienst der Ambulante Hilfen aufrecht zu erhalten. Für den Vorsitzenden jedoch kein Grund, nicht schon nach vorne auf neue Aktionen und Projekte zu blicken. „In Zukunft wollen wir uns mit den Würselner Vereinen zusammensetzen, die momentane Lage besprechen und auf weitere Unterstützung hoffen“, sagt Schulz-Wachler. Zudem wolle man nun den Fokus auf andere Aspekte der Kinderschutzbund-Arbeit richten, wie die Familienpaten. „Die Familienpaten begleiten unter anderem Familien mit Problemen sowie geflüchtete Familien und unterstützen sie bei Behördengängen, Einkäufen oder im Haushalt“, sagt Schulz-Wachler, der sich auch auf weitere Paten freuen würde. Ein weiteres wichtiges Thema in dem Schulz-Wachler Kapazitäten sieht, ist die Integration. Für ein neues Projekt habe er daher auch schon Kontakt mit Ahmet Özdemir aufgenommen. Der Marketing-Manager und Dozent an der Fachhochschule Köln ist ebenfalls Buchautor und hat mit „Ali & Anton“ sein erstes Kinderbuch geschrieben, dass das Thema Integration behandelt. „Mit ihm wollen wir dann in Kindergärten und Grundschulen gehen und aus dem Buch vorlesen“, sagt Schulz-Wachler, der den Kindern dieses Thema gern näher bringen möchte.

Weitere Informationen zum Kinderschutzbund unter www.kinderschuetzer.info; Spendenkonten: Sparkasse Aachen, IBAN DE 33 3905 0000 0002 8622 66 oder VR Bank Würselen e.G., IBAN DE 97 3916 2980 0103 2130 10.

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30.600 Kinder unter 18 Jahren gelten in unserer Region als arm

Das sind 16,9 Prozent aller in der Region lebenden Kinder. (im Vergleich: 14,7 % Deutschland, 18,6 % NRW)

Region. Die Zahlen sind alarmierend: In der Städteregion ist laut Bertelsmann-Studie jedes fünfte Kind arm, im Kreis Düren jedes sechste, in den Kreisen Heinsberg und Euskirchen jedes siebte und achte. Damit liegt die Region insgesamt über dem Landesdurchschnitt. Als arm gelten laut Studie Kinder, die in Familien aufwachsen, die von staatlicher Grundsicherung leben.

Hinter der Statistik verbergen sich persönliche Schicksale und Geschichten. Das sind Kinder, die morgens mit leeren Mägen das Haus verlassen, Eltern, die das Mittagessen ihrer Sprösslinge in der Schule nicht zahlen können oder auch Familien, die sich keinen Urlaub leisten können, ja vielleicht sogar nicht mal kleine Unternehmungen.

„Es gibt untersckind_super Sonntaghiedliche Formen der Kinderarmut“, weiß Ulla Wessels, Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Alsdorf-Herzogenrath-Würselen. „Viele von Armut betroffene Familien wollen in der Gesellschaft nicht auffallen und bemühen sich, mitzuhalten, indem sie ihren Kindern teure Markenkleidung oder das neueste Handy kaufen, obwohl sie sich das eigentlich nicht leisten können. Sie wollen nach außen den Schein wahren“, berichtet Diplom-Sozialpädagogin Gabi Dovern.

Als Leiterin der ambulanten Hilfen zur Erziehung bietet sie im Auftrag und in Kooperation mit den Jugendämtern sozialpädagogische Familienhilfe an. Durch ihre Arbeit bekommt sie täglich zu spüren, was Armut für die Familien bedeutet. „Ich habe schon mitbekommen, dass eine Mutter mit vier Kindern am Wochenende nichts mehr zu essen hatte. Durch Spendengelder konnten wir ihren Kühlschrank mit Grundnahrungsmitteln füllen“, nennt Gabi Dovern ein Beispiel. Besonders gravierend sind die langfristigen Folgen von Armut, denn für viele Kinder, die Hartz IV beziehen, ist sie ein Dauerzustand. Betroffene leiden oftmals unter sozialer Ausgrenzung und unter einem geringen Selbstwertgefühl. Laut Bertelsmann-Studie sind besonders Kinder alleinerziehender Elternteile, Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund und Kinder, die drei oder mehr Geschwister haben von Familienarmut betroffen. Die Mehrheit wächst über einen längeren Zeitraum in Armut auf. 57 Prozent der betroffenen jungen Menschen im Alter von sieben bis unter 15 Jahren bezogen bundesweit drei Jahre und länger staatliche Unterstützung nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II). Kinderarmut ist kein neues Phänomen. Auffällig ist jedoch, dass die Zahl der Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind, steigt – und das trotz Bildungs- und Teilhabepaket sowie zahlreicher Förder- und Unterstützungsangebote der einzelnen Kommunen. Wie passt das zusammen? „Es gibt zwar staatliche und kommunale Hilfsangebote, aber teilweise ist es hoch kompliziert, den Durchblick zu gewinnen und Anträge zu stellen“, weiß Ulla Wessels.

Zudem sei es nicht einfach, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Die Ursache schreiben Ulla Wessels und Gabi Dovern auch der Politik zu, die bessere Bedingungen für Familien schaffen müsse. Positive Erfahrungen hat sie persönlich im Nachbarland Belgien gemacht, wo ihre Kinder einige Jahre die Schule besucht haben. „Dort gibt es keinen Kita-Beitrag und die erste Schulausstattung für die Kinder haben die Eltern kostenlos bekommen, ganz ohne einen Antrag zu stellen“, erzählt sie.

Neben der materiellen Armut gibt es Eltern, die aus mangelndem Verantwortungsbewusstsein, Unwissenheit oder wegen persönlicher Probleme ihre Kinder vernachlässigen und nicht genug fördern. Hier sind die Kinder nicht nur finanziell, sondern auch emotional benachteiligt. In solchen Fällen ist ein Ausweg besonders schwierig. „Unsere sozialpädagogische Familienhilfe zielt darauf ab, Teufelskreise zu durchbrechen und neue Wege aufzuzeigen. Das ist nicht immer einfach. Egal in welcher Lebenssituation Kinder aufgewachsen sind, befinden sie sich doch in Loyalität zu ihren Eltern. Viele schaffen es nicht, Hilfen anzunehmen, weil sie sich nicht von ihrer Familie abgrenzen wollen und nicht als Außenseiter gelten möchten. Aber natürlich verzeichnen wir auch Erfolge, zum Beispiel wenn wir die Eltern für Veränderungen gewinnen und so eine Entwicklung für die Kinder möglich ist“, berichtet Gabi Dovern. Eine wichtige Funktion haben auch Vereine, Institutionen und Jugendeinrichtungen, die durch kulturelle und soziale Angebote von Armut betroffenen Familien ein Stück gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Der Deutsche Kinderschutzbund Alsdorf-Herzogenrath-Würselen beispielsweise lädt Familien regelmäßig zu Unternehmungen ein wie die einmal jährlich stattfindende Wochenendfahrt. „Gemeinsame Ausflüge sind Glücksmomente, die viele Familien sonst nicht miteinander teilen können“, weiß Ulla Wessels. Auch im Rahmen des Weltkindertags, der in Deutschland am 20. September gefeiert wird, sind in der Region Aktionen geplant, bei denen Themen wie Kinderschutz, Kinderpolitik und vor allem Kinderrechte im Mittelpunkt stehen.

Anzahl und Anteil der Kinder in Familien im SGB-II-Bezug im Jahr 2015: Aachen, Städteregion: 22,5 Prozent (unter drei Jahre), 23,1 Prozent (von drei bis unter sechs Jahre), 19,9 (von sechs bis unter 15 Jahre), 15,6 Prozent (von 15 bis unter 18 Jahre). Unter 18 Jahre insgesamt: 17.113 Kinder und Jugendliche. Düren: 20,5 Prozent (unter drei Jahre), 20,6 Prozent (drei bis unter sechs Jahre), 17,2 Prozent (sechs bis unter 15 Jahre), 12,3 Prozent (15 bis unter 18 Jahre). Unter 18 Jahre insgesamt: 7471. Heinsberg: 17 Prozent (unter drei Jahre), 16,9 Prozent (drei bis unter sechs Jahre), 13,1 Prozent (sechs bis unter 15 Jahre), 9,8 Prozent (15 bis unter 18 Jahre). Unter 18 Jahre insgesamt: 6016. Anmerkung: Die hier verwendete Armutsdefinition bezieht sich auf die sozialstaatlich definierte Armutsgrenze, nach der diejenigen Kinder als arm gelten, die in einer Bedarfsgemeinschaften (BG) leben, also in einem Haushalt, der Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch – Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II/Hartz IV) erhält.

Quelle: Super Sonntag (Myriam Weber) 18.09.2016 Foto: Super Sonntag

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Positive Bilanz: Viele Aktivitäten beim Kinderschutzbund

Würselen. Der Kinderschutzbund Alsdorf-Herzogenrath-Würselen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Zur diesjährigen Mitgliederversammlung lud der Vorstand des Deutschen Kinderschutzbundes seine Mitglieder in das Familienzentrum Montessori-Kinderhaus im Helleter Feldchen ein.

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Der Vorsitzende des Kinderschutzbunds Jürgen Schulz-Wachler (links) ehrte Anne Fink, die ihr silbernes Jubiläum feierte. Foto: W. Sevenich

Zu Beginn wurden bei musikalischer Untermalung die diesjährigen Mitglieder für treue und langjährige Mitgliedschaft geehrt.

So erhielt Anne Fink aus Herzogenrath für ihr silbernes Jubiläum die Anstecknadel des Kinderschutzbundes. Anschließend informierte der Vorsitzende Jürgen Schulz-Wachler über die Aktivitäten im letzten Jahr. So feierte der Kinderkleiderladen „Schatztruhe“ im Rahmen des City-Festes 20-jähriges Bestehen in der Lindenstraße. Im Stadtteilbüro erhöhte sich die Nachfrage nach Sozialberatung auf das doppelte der Vorjahre.

Mit viel Engagement wurde in drei Schulbetreuungen gearbeitet. Außerdem übernahm der Kinderschutzbund die Trägerschaft für die verlässliche Betreuung in der Schule Würselen-Mitte. Auch wurde das Projekt der ehrenamtlich arbeitenden Familienpatinnen für Würselen begonnen. Kassenprüfer Marcel Offergeld bestätigte dem Verein eine geordnete Kassenführung. Die Mitglieder entlasteten den Vorstand in allen Punkten einstimmig.

Quelle: AN-Online 8. September 2016

 

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Bunte Kugeln für Wohltätigkeitsbaum für den guten Zweck

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Bei seinen Angeboten sei der Kinderschutzbund daher mehr denn je auf Spenden und ehrenamtliches Engagement angewiesen, dankte auch Schulz-Wachler der Sparkasse Aachen für die gestartete Aktion. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Geschäftsstellenleiter Jochen Hildebrand. Musikalisch umrahmt wurde der Start vom Kinder-Jugend-Musikreis der Pfarre St. Pius X. unter der Leitung von Helga Eissler-Thoma.

Würselen. In der Weihnachtszeit wird erneut ein Tannenbaum in der Geschäftsstelle der Sparkasse am Morlaixplatz mit bunten Kugeln zu Gunsten des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverein Alsdorf, Herzogenrath, Würselen geschmückt.

Wer für den guten Zweck spendet, darf eine weitere bunte Kugel (mit „Zertifikat“) an den Wohltätigkeitsbaum hängen. Im Beisein von Bürgermeister Arno Nelles wurde die Spendenaktion gestartet. Er bedankte sich sowohl bei der Kreissparkasse für diese soziale Initiative, aber auch bei den – hoffentlich – vielen Spendern.

Über die Hilfsprojekte, die der DKSB-Ortsverein angesichts des großen Flüchtlingsstromes für Kinder auf den Weg gebracht hat, informierte dessen Vorsitzender Jürgen Schulz-Wachler. Seit Jahresanfang unterbreitet er ein Spiel- und Bastelangebot für Flüchtlingskinder. Ihnen werden ein paar schöne Stunden mit einer sinnvollen Beschäftigung ermöglicht.

Der Nebeneffekt: Die fremde Sprache kann spielerisch erlernt werden. Um ebenfalls nach Flucht und Chaos unbeschwerte Stunden verbringen zu können, wird im Familienzentrum Montessori-Kinderhaus ein Morgen für Eltern mit Kleinkindern bis zu einem Jahr angeboten.

Besonders habe sich der Verein – so der Vorsitzende weiter – in diesem Jahr um Kinder gekümmert, die unter psychischen Erkrankungen leiden. „Auch hier ist ein enormer Anstieg an Betreuungs- und Beratungsangeboten festzustellen.“

Quelle: AN-Online 01.12.15 (ehg)

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Spendenlauf hilft auch dem Kinderschutzbund

Kohlscheider Gesamtschüler legen sich für den guten Zweck ins Zeug.Auch Flüchtlingsunterkunft profitiert davon. Eltern sollen in Erziehungsfragen unterstützt werden. Kennenlernen bei einem Tag der offenen Tür.

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Froh über die Spende: Schulleiterin Barbara Onkels (l.) und der Vorsitzende des Fördervereins der Gesamtschule Kohlscheid, Jürgen Pick (2.v.r.), freuen sich mit Jürgen Schulz-Wachler (2.v.l.) und Anne Fink vom Kinderschutzbund über das Geld aus dem Sponsorenlauf. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Seit 2012 gibt es nun schon eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kinderschutzbund Würselen-Alsdorf-Herzogenrath und der Gesamtschule in Kohlscheid. Das ist ein echter Gewinn für beide Seiten, der sich aber nicht nur in Dingen wie der jüngsten Spendenübergabe aus einem Spendenlauf niederschlägt.

„Wir können damit den Eltern Angebote näherbringen, die sie beispielsweise in Erziehungsfragen unterstützen“, sagte Schulleiterin Barbara Onkels. „Und wenn Eltern einen konkreten Beratungsbedarf haben, kann der Kinderschutzbund helfen, schneller Termine zu bekommen“, weiß sie.

„Kinder für Kinder“

Jürgen Schulz-Wachler vom Kinderschutzbund freute sich nicht nur über die 400 Euro, die unter der Überschrift „Kinder für Kinder“ von den gut 330 Schülern an den Kinderschutzbund gespendet wurden. „Über die Zusammenarbeit beispielsweise bei den Tagen der Offenen Tür an der Schule können wir unsere Angebote damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagte er. Anne Fink vom Kinderschutzbund betonte, dass die Gesamtschule in Kohlscheid die einzige Schule im Nordkreis sei, die vom Kinderschutzbund mit einem Stand beim Tag der Offenen Tür versorgt werde.

Gleichzeitig freute sich Fink über das Engagement der Schüler, das beispielsweise auch dafür gesorgt hatte, dass eine Flüchtlingsunterkunft in Bierstraß mit einer schönen Schaukel versehen werden konnte. „Die Spende kam damals genau zum richtigen Zeitpunkt“, freute sich Fink. Lächeln über die Hilfe für Kinder im gesamten Stadtgebiet und auch im Nordkreis – schließlich ist die Spende an den Kinderschutzbund nicht zweckgebunden, sondern trägt zum spontan einsetzbaren Spendentopf des Bundes bei, der beispielsweise in Notfällen schnell und unbürokratisch hilft –, das durfte auch der Vorsitzende des Fördervereins der Schule, Jürgen Pick.

Er blickte auf die stattliche Summe von gut 13 000 Euro, die über Spendenmittel – beispielsweise durch öffentlich-rechtliche Banken, die Eltern und auch dem Spendenlauf, der unterm Strich satte 9000 Euro erbrachte – der Schule und anderen Einrichtungen zugutekommen können. „Wir haben beispielsweise dafür gesorgt, dass Pausenspielgeräte angeschafft werden können“, erzählte Pick. Damit springt der Förderverein an den Stellen ein, wo dem Schulträger das Geld fehlt, und die Schule keine Spenden annehmen kann. „Wir sind sehr froh über die Arbeit des Fördervereins“, schloss Barbara Onkels. Und die Freude, über den Spendenverein wieder etwas für die Arbeit mit Kindern getan zu haben, nahmen schließlich auch die Vertreter des Kinderschutzbundes mit.

Eine Gelegenheit

Die nächste Gelegenheit zum Kennenlernen des hiesigen Kinderschutzbundes ist beispielsweise beim Tag der Offenen Tür an der Gesamtschule in Kohlscheid am Samstag, 5. Dezember, zwischen 9 und 13 Uhr.

Quelle AN-Online 12.11.2015 (Markus Bienwald)

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Kurze Erholung für stark belastete Eltern und Kinder

Aachen. Der Kinderschutzbund Würselen ist mit seinem breiten Angebot in vielfältiger Weise für die Familien in der Stadt Würselen aktiv. Im Rahmen seiner Vernetzung arbeitet er auch mit seinen ambulanten Hilfen im Auftrag des Jugendamtes – dies ganz besonders, wenn es um die Unterstützung von Eltern und Kindern in benachteiligten Familien geht. Für diese Familien ist es in der Regel unmöglich, in Urlaub zu fahren oder auch nur Tagestouren zu unternehmen. Hier ist der Kinderschutzbund zur Stelle und bietet im Herbst eine Wochenendfahrt.

Bereits im vergangenen Jahr gab es eine kurze Tour, die hervorragend ankam. In diesem Jahr soll es in eine Jugendherberge in Nideggen gehen – es geht also nicht um Luxus. Im vergangenen Jahr – so hat die Geschäftsführung erfahren – war es für viele Kinder der schönste Tag im Jahr. Es wurde gemeinsam gespielt, es gab kleine Ausflüge, die die Familien offensichtlich sehr genossen haben.

Die Fahrt wird aber von keiner offiziellen Stelle unterstützt – ohne Spenden kann sie also nicht stattfinden. Andererseits steht die Bedeutung für den Kinderschutzbund außer Frage: Er hält die Erholungsphase für die zum Teil hoch belasteten Familien für sehr wichtig und sinnvoll – die kurze Auszeit hatte bislang einen hohen Wert für die Mitreisenden. Wer die Familien bei diesem bescheidenen Urlaubsvergnügen unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende unter dem Stichwort Familienfahrt.

Quelle: AN-Online 10.11.2015

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Motto lautet: Gutes kaufen und gleichzeitig Gutes tun

Die Würselener Grünen zeichnen das engagierte Team der Kleiderkammer „Schatztruhe“ mit dem Umweltpreis aus

Das Team der Kinderkleiderkammer „Schatztruhe“ freut sich über den Umweltpreis 2015 der Würselener Grünen: (v.l.) Marlies Hornig (Team Schatztruhe), Anka Erdweg, Sprecher Wolfgang Wetzstein, Gabriele Matthäus (Team Schatztruhe), Sprecherin Uschi Küpper und Eva Wahlen (Team Schatztruhe). Foto: Markus Roß

Würselen. Alle zwei Jahre verleiht der Würselener Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen den Umweltpreis. Damit fördern die Würselener Grünen Projekte, Unternehmen aber auch Einzelpersonen, die sich besonders um die ökologischen und sozialen Aspekte der Stadt Würselen verdient gemacht haben.

In diesem Jahr darf sich das ehrenamtliche Team der Kinderkleiderkammer „Schatztruhe“ vom Kinderschutzbund Würselen über diese wichtige Auszeichnung freuen. „Nach dem Motto ‚Gutes kaufen und gleichzeitig Gutes tun‘ wird hier die gespendete Baby- und Kinderkleidung sowie Spielzeug, Kinderbücher und vieles mehr sorgfältig kontrolliert, bevor es dann für den Verkauf freigegeben wird“, sagte die langjährige Grünen-Stadtverordnete Anka Erdweg im Rahmen einer Feierstunde im Kulturzentrum Altes Rathaus.

Wolfgang Wetzstein, gemeinsam mit Uschi Küpper Sprecher der Würselener Grünen, wies auf die große ökologische Bedeutung der Wiederverwertung von Kinderbekleidung hin. Gerade Kinderbekleidung sei oftmals von Schadstoffen belastet. Deshalb sei gut erhaltene, aber schon gebrauchte und somit vielfach gewaschene Kinderkleidung auch vorteilhaft. Wetzstein sagte: „In dem Bereich der Wiederverwertung von Bekleidung sehen wir ein riesiges Umweltpotenzial, weshalb wir uns in diesem Jahr einstimmig für die Schatztruhe entschieden haben.“

Gebraucht, nicht verbraucht

Die vier ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Schatztruhe, Marlies Hornig, Gabriele Matthäus, Eva Wahlen und Brigitte Böhm-Reuls, seien „ganz tolle Leute“, betonte Sprecherin Uschi Küpper, die im Kulturzentrum unter anderem auch die Grünen-Kreisvorsitzende Gisela Nacken, Städteregions-Fraktionssprecherin Ingrid von Morandell, die Würselener Fraktionsvorsitzende Renate Knauf und Vorstandsmitglieder des Kinderschutzbundes begrüßte.

Die Schatztruhe sei eine „würdige Preisträgerin“, betonte Anka Erdweg. Durch die sorgfältige Begutachtung der abgegebenen Dinge seien all die Teile zwar gebraucht, aber beileibe nicht verbraucht. Erdweg sagte: „Hier kaufen aber nicht nur Menschen, die diese preiswerten Angebote dringend benötigen, sondern auch Kunden, die den Recycling-Gedanken gerne aufgreifen und unterstützen.“

Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde vom Ensemble „La Familie“.

Beheimatet ist die Kinderkleiderkammer „Schatztruhe“ in der Würselener Innenstadt an der Lindenstraße 10.
Die Öffnungszeiten sind immer montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs zusätzlich von 16 bis 18 Uhr. (ro)

Quelle: AN-Online 19.10.2015

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Kinderschutzbund ehrt seine langjährigen Mitglieder

Rückblick: 23 Familien mit 58 Kindern hat der Ortsverein Alsdorf-Herzogenrath-Würselen im vergangenen Jahr betreut

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Deutscher Kinderschutzbund Alsdorf-Herzogenrath-Würselen: Vorsitzender Jürgen Schulz-Wachler (l.) bedankt sich bei Birgit Engels-Maaßen für 25-jährige Mitgliedschaft. Für zehn Jahre wurde Günter Dieterich (4.v.r.) und für 30 Jahre der ehemalige Vorsitzende Armin Carduck (r.) geehrt. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. „War das eine interessante Zeit nach meiner Wahl zum Vorsitzenden des Ortsverbands Alsdorf-Herzogenrath-Würselen des Deutschen Kinderschutzbundes“, begrüßte Jürgen Schulz-Wachler „seine“ Mitglieder zur Jahreshauptversammlung im Montessori-Familienzentrum.

Die einzelnen Tätigkeitsbereiche und die Belange der Kinderschutzbund-Teams habe er kennenlernen können, wichtige Aufgaben, wie die Erstellung des neuen Internetauftritts seien ebenso angegangen worden, wie das Kennenlernen von neuen Mitarbeiterinnen im Kindergarten. Einige Veranstaltungen, bei denen der Ortsverband beteiligt war, erwähnte der Vorsitzende besonders: den Musicalabend der ehemaligen Mitglieder des Schulchores am Städtischen Gymnasium und den Ehrenamtstag in Aachen. Dabei wurden – so sagte der Vorsitzende – die Kontakte zu anderen Ortsverbänden intensiviert.

Ausbau der Hilfsangebote

Auf dem Stadtfest in Würselen war der Kinderschutzbund Würselen mit einem Kinder-Schminkstand vertreten. Flüchtlingskinder, die in Würselen leben, betreut der Ortsverband regelmäßig in der Einrichtung an der Kaiserstraße durch einen Ehrenamtlichen. Die Kinder spielen und versuchen dabei, die deutsche Sprache zu erlernen. Da noch mehr Flüchtlingskinder nach Würselen kommen werden, soll dieses Angebot ausgebaut werden. Keine Frage für Schulz-Wachler. Er gehe davon aus, dass der Kinder-Kleiderladen verstärkt in Anspruch genommen werden wird, um die größte Not der Kinder in diesem Bereich zu lindern.

Ein wesentliches Problem, das es zu bewältigen gelte, sei die Finanzierung der vielfältigen sozialen Arbeit durch Spendengelder, zumal die Zuweisungen deutlich zurückgegangen seien. Die fehlenden Gelder anderweitig zu rekrutieren, dazu bedürfe es neuer Ideen. Familienpaten heißt das neue Projekt des Ortsverbands, das in Kürze anlaufen wird. Dabei gehe es in erster Linie um das Wohl der Kinder. Für die Zukunft wünscht sich der Vorsitzende „eine solide, planbare Finanzierung unserer Arbeit“.

Um die zahlreichen Aufgaben bewältigen zu können, sei der Ortsverband nicht zuletzt auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen. Für Anregungen und neue Ideen sei er jederzeit offen. Herzlich bedankte sich Schulz-Wachler bei allen ehren- und hauptamtlichen Mitstreitern für ihr auch im letzten Jahr wieder an den Tag gelegtes Engagement. Abschließend mahnte der Vorsitzende: „Die Kinder sind unsere Zukunft. Wir müssen heute etwas für die Zukunft tun!“

Im vergangenen Jahr betreute der Ortsverband an der GGS Linden-Neusen 20 Kinder. Nach Ende der Schule werden sie bei ihren Hausgaben unterstützt. Die verlässliche Betreuung an der KGS Schulstraße umfasst derzeit rund 40 Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Unter anderem wird die Sozialkompetenz gefördert. Mitarbeiter der ambulanten Hilfen des Ortsverbandes bieten nach wie vor vielfältige Hilfen im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes an: Soziale Gruppenarbeit für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, Sozialpädagogische Familienhilfe, offene Beratung für Ratsuchende, begleitete Umgänge und einige weitere Hilfen mehr. Im vergangenen Jahr erfuhren 23 Familien mit 58 Kindern eine Betreuung durch den Kinderschutzbund.

Die Weihnachtsbaumaktion in Herzogenrath und Würselen war wiederum ein voller Erfolg. Sie erleichtere die tägliche Arbeit finanziell.

Für zehn Jahre Treue zum Kinderschutzbund, Ortsverband Alsdorf, Herzogenrath, Würselen ehrte der Vorsitzende Günter Dieterich, Georg Kamp und Doris Zimmermann sowie für 15 Jahre Petra Keller.

Das „Silberne“ feierten Birgit Engels-Maaßen, die Leiterin des Montessori-Familienzentrums, und Agnes Hilgers. Auf drei Jahrzehnte Kinderschutzbund blickte Armin Carduck, der Nachfolger des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, im Amt des Vorsitzenden zurück. Mit ihm taten es Anneliese Böhnen, Marita Langohr, Jutta Wittke und Rita Zitzen.

Schließlich erfuhren noch vier 35-Jährige ihre Ehrung, neben dem einstigen Staatssekretär und Bundestagsabgeordneten Achim Großmann Sabine Gröls, Vera Klomfass und Angelika Refai. (ehg)

Quelle: AN-Online 25.08.2015

 

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Eine dankbare Arbeit

Führungswechsel beim Kinderschutzbund

Würselen. Nach sechs Jahren engagierter Arbeit als Vorsitzender des Kinderschutzbundes Alsdorf, Herzogenrath, Würselen hat Dr. Anton Gülpen den Führungsstab an Jürgen Schulz-Wachler weiter gegeben. Dieser war mit großer Mehrheit auf der Mitgliederversammlung zu dessen Nachfolger gewählt worden.

Deutscher Kinderschutzbund Würselen-Alsdorf-Herzogenrath: Der Vorstandsvorsitzende Dr. Anton Gülpen (l.) erhielt zur Verabschiedung von Kindern Blumen. Foto: W. Sevenich

Deutscher Kinderschutzbund Würselen-Alsdorf-Herzogenrath: Der Vorstandsvorsitzende Dr. Anton Gülpen (l.) erhielt zur Verabschiedung von Kindern Blumen. Foto: W. Sevenich

Dr. Anton Gülpen ist 33 Jahre Mitglied im Ortsverband. Das Amt des Schatzmeisters bekleidete er, bevor er 2008 den Vorsitz übernahm. Dass er den Verband mit Umsicht und großer menschlicher Wärme – sowohl für die betreuten Familien und Kinder als auch für die Mitarbeiter – geführt hat, das wurde ihm bei seiner Verabschiedung bestätigt. Sie fand im Familienzentrum „Montessori-Kinderhaus“ mit kleinen Aufführungen der dort betreuten Kinder statt.

Anerkennende Worte für seinen beherzten Einsatz – auch als Mitglied des Jugendhilfeausschusses – fand Bürgermeister Arno Nelles. Neben ihm erwiesen dem aus dem Vorstand Ausgeschiedenen 1. Beigeordneter Werner Birmanns und Fachbereichsleiter Herbert Zierden sowie die Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Merete Menze, die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Aachen, Andrea Weyer, und Anne Weisser vom Eschweiler Verband die Ehre.

Als neuer Vorsitzender willkommen geheißen wurde Jürgen Schulz-Wachler, der schon viele Jahre den Kinderschutzbünden der Region als Berater verbunden ist. Er kommt aus der Wirtschaft und hat viele Jahre im Bereich Marketing gearbeitet. Da er am 1. September 2014 aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden ist, hat er nunmehr Zeit und Muße, sich um die Belange des Kinderschutzbundes zu kümmern.

Alle Mitarbeiter freuen sich – so Geschäftsführerin Ulla Wessels in ihrem Willkommensgruß – „auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle von Kindern und deren Familien in der Region“. (ehg)

Quelle: AN-Online 06.10.2014